Der Mensch als Natur- und Freiheitswesen: Eine Studie zu den Beiträgen von Kant, Fichte und Hegel zum Problem der Willensfreiheit
Autor*innen: Ludwig Krüger
Die Frage kann nach Kant nicht mehr sein, ob wir als Vernunftwesen frei oder als Naturwesen unfrei sind, sondern nur, wie sich der Mensch in gleicher Hinsicht sowohl als Freiheits- als auch als Naturwesen denken kann. Die Frage ist dann, wie Freiheit in Anbetracht ihrer hartnäckigen Leugnungsbestrebungen dennoch Vernunftgewissheit sein kann. Mit dieser Grundfrage sind dann zwei Aufgaben verbunden: Zum einen sind die Rationalitäts- und Reflexionsniveaus von freiheitsleugnendem Verstandesbewusstsein und dem Freiheitsbewusstsein der Vernunft zu klären. Zum anderen braucht es einen Naturbegriff, der mit der Freiheit kompatibel ist sowie die Überwindung eines gegenständlichen Freiheitsbegriffs. Denn Freiheit ist kein Etwas, über das von außen verhandelt werden kann, sondern markiert ein tätiges reflexives Selbstverhältnis, für dessen Durchdringung erst die Transzendentalphilosophie und der nachkantische Idealismus die methodischen und logischen Mittel entwickelt haben, weshalb die hier vorliegende Studie den Rückgriff auf Kant, Fichte und Hegel primär in systematischer und nicht in historischer Absicht macht.
Erscheinungsjahr: 2026
ISBN (PDF): 978-3-98767-037-4
ISBN (Print): 978-3-98767-508-9
Deposit: https://dx.doi.org/10.57813/20251024-102342-0
